Hoch spezialisierter Ausbildungsstandard, unterschiedlichste Berufsgruppen, viel Berufserfahrung und höchster Standard in der medizinischen Technik sind vorgeschriebene Voraussetzungen für die Ernennung einer Klinik zum Perinatalzentrum Level 1. Regelmäßige Kontrollen durch Krankenkassen und die Landesregierung stellen sicher, dass diese hohen Standards auch kontinuierlich zur Verfügung stehen. Wir sind sehr froh, dass wir für die Sicherheit von Mutter und Kind hier in Mönchengladbach und für die weitere Umgebung ein entsprechendes Zentrum vorhalten können.

Frühzeitige Unterstützung

Wir wünschen jeder werdenden Mutter eine normale Schwangerschaft und eine Entbindung zum Termin. Ergeben sich aber Probleme für Mutter oder Kind während der Schwangerschaft so kann es notwendig sein, dass ein Kind frühzeitiger entbunden werden muss. In diesem Augenblick kommt unser neonatologische Team ins Spiel. Bereits im Vorfeld werden wir kontaktiert um eine bestmögliche und sichere Planung für Mutter und Kind zu gestalten. Wir führen intensive Gespräche mit den werdenden Eltern immer mit dem Ziel, der bestmöglichen und sicheren Versorgung.

 

Experten auf unserem Gebiet

Das Perinatalzentrum Level 1 mit seiner Neonatologie Level 1  ist eingebunden in das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. In diesem Zentrum werden im Jahr etwa 7.200 Kinder und Jugendliche (im Alter von 23. SSW bis 18 LJ) stationär behandelt. Zusätzlich werden ca. 14.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr ambulant medizinisch betreut. Auch ein Sozialpädiatrisches Zentrum ist in das Zentrum integriert. Einer unser großen medizinischen Schwerpunkte ist die Versorgung Frühgeborener und kranker Neugeborenen. Über 500 kranke Früh- und Neugeborene werden jährlich von uns behandelt.

Unsere Prinzipien

Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, in der medizinischen Diagnosestellung und Behandlung immer besser werden zu wollen. Zusätzlich möchten wir die kranken Kinder und Eltern auf ihrem kurzfristigen und längerfristigen Weg gut und sicher begleiten. Hierzu sind die neuesten medizinischen Forschungsergebnisse Bestandteil unseres Handelns. Bewertungen von diesen neuen Erkenntnissen setzt aber Erfahrung in der Medizin voraus, was in unserem neonatologischen Team vorhanden ist.

Stets lernend. Unser Ziel ist es unser medizinisches Wissen auch an die nachwachsenden Mitarbeiter ständig weiterzugeben. Wir fördern unsere Mitarbeiter über ein vielfältiges internes und externes Fortbildungsangebot. In unserer Klinik befindet sich auch ein eigenständiges Schulungszentrum (SGN). Wir bilden junge Menschen zu qualifizierten Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern aus. Während der 3-jährigen Ausbildung werden diese Auszubildenden bereits im Zentrum für Kinder und Jugendliche an die zukünftigen Aufgaben herangeführt. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung versuchen wir diese Mitarbeiter an unser Haus zu binden. Alle neu eingestellten Mitarbeiter (seien es Azubis, Pflegekräfte oder Ärzte) werden von erfahrenen und dafür ausgebildeten Praxisanleiterinnen und Mentoren auf ihre wichtigen Aufgaben berufsbegleitend vorbereitet. 

Für den Notfall gewappnet. Fester Bestandteil des modernen Ausbildungskonzepts ist das seit 2011 etablierte so genannte in-situ Simulationstraining. Alle Ärzte und Pflegekräfte der Kinderklinik werden regelmäßig in der Erkennung und Behandlung akuter kindlicher Notfälle geschult. Es findet ein gemeinsames Training des medizinischen Fachpersonals in gewohnter Umgebung unter Einsatz üblicherweise verwendeter Hilfsmittel und Geräte statt. Wir sind Mitglied im Netzwerk Kindersimulation.org.

Gemeinsam mit den Eltern. Eltern sind bei uns keine Besucher. Gesundheit verstehen wir als etwas Ganzheitliches. Die Förderung der Eltern-Kind-Bindung ist essentielles Element der Genesung des Kindes. Selbstverständlich können Eltern ihre Kinder zu jeder Tages- und Nachtzeit besuchen. Auch für Geschwisterkinder bestehen Besuchsmöglichkeiten. Wir beziehen die Eltern von Anfang an in die Pflege ihres Kindes mit ein. Unser Ziel ist es Eltern zu befähigen, dass sie ihr Kind trotz seiner Erkrankung ohne Angst und Unsicherheiten selbstständig betreuen können.

 

 

Unsere Pflegephilosophie

Eltern sind für Ihr Kind die wichtigste Bezugs- und Kompetenzperson. Dies gilt aus unserer Sicht auch während des stationären Aufenthaltes. Aus diesem Grunde beziehen wir Eltern eng in die Pflege ihres Kindes mit ein. Unter dem Titel „Minimale Reize, maximale Zuwendung, individuell und sicher“ setzen wir ergänzend zu der optimalen medizinischen Behandlung des Kindes auf das sogenannte EFIB®-Konzept (Entwicklungsfördernde Familienzentrierte Individuelle Betreuung für Früh- und Neugeborene).

Zentraler Ansatz ist dabei der frühe erste Hautkontakt, das s.g. Bonding, das regelmäßige Känguruhen oder die Basal stimulierende elterliche Kontaktpflege, eine entwicklungsfördernde Lagerung, Massagen, der Respekt vor dem individuellen Rhythmus des Kindes, das Einhalten von Ruhephasen, das Abschirmen von äußeren, störenden Reizen sowie die sanfte Pflege (Minimal Handling und Infant Handling). Das Personal und die Eltern lernen durch besondere Schulungen, auch das kleinste Frühgeborene zu verstehen und zu respektieren.

Auch für Früh- und kranke Neugeborene ist Muttermilch und Stillen ein wesentlicher Bestandteil unseres Konzeptes. Speziell ausgebildete Still- und Laktationsberaterinnen sowie unsere geschulten Kinderkrankenschwestern auf Station bestärken Eltern in ihrem Wunsch, ihr Kind entsprechend zu stärken.

Mitgliedschaften

Wir sind Mitglied im Bundesverband Das frühgeborene Kind, im Netzwerk Kindersimulation.org sowie im Pflege e.V.

→ Kontakt für Kolleginnen und Kollegen.